Diese GEO-Checkliste ist die Liste, die wir bei dato.marketing selbst abarbeiten, wenn ein Kunde in
Antwort-Suchen sichtbar werden soll. Sie ist nach Wirkung sortiert: Punkt 1 bringt am meisten, Punkt 12 ist Feinschliff.
Was hinter dem Begriff steckt, erklären wir im Grundlagenartikel
Generative Engine Optimization. Hier geht es nur
um die Umsetzung.
Inhalt und Struktur
1. Kundenfragen sammeln und wörtlich übernehmen
Schreib nach jedem Erstgespräch die Fragen mit, die gestellt wurden, im Wortlaut. Diese Formulierungen sind näher an
dem, was Menschen in ein Antwort-System tippen, als jede Keyword-Recherche. Zwanzig Fragen reichen für den Anfang.
2. Je Frage ein eigener Abschnitt
Überschrift als Frage, direkt darunter die Antwort in zwei bis vier Sätzen. Keine Einleitung davor, kein „Dazu später
mehr“. Details und Beispiele kommen nach der Antwort.
3. In jede Antwort eine Zahl
Preis, Dauer, Menge, Frist. Abschnitte ohne konkrete Werte werden seltener zitiert, weil sie nichts liefern, was man
in eine Antwort übernehmen könnte.
4. Abschnitte eigenständig halten
Jeder Abschnitt muss isoliert verständlich sein. Rückverweise wie „siehe oben“ machen eine Passage unbrauchbar,
sobald sie allein gelesen wird. Mehr dazu unter
Content-Struktur für GEO.
5. Eine Definition pro Seite
Ein Satz nach dem Muster „X ist …“. Diese Sätze werden überdurchschnittlich oft wörtlich übernommen und mit ihnen
die Quellenangabe.
Technik
6. Ladezeit unter zwei Sekunden
Langsame Seiten werden seltener vollständig gelesen. Bilder in moderner Komprimierung, keine überflüssigen Skripte,
Serverantwort unter 500 Millisekunden. Das ist klassische Technikarbeit, siehe
Webentwicklung.
7. Inhalte im HTML, nicht erst per Skript
Was erst nach dem Laden per JavaScript erscheint, wird von manchen Crawlern nicht erfasst. Kerninhalte gehören in
die ausgelieferte Seite.
8. Crawler der Antwort-Systeme freigeben
Viele Seiten blockieren die Crawler von Antwort-Systemen, ohne es zu wissen. Prüfe deine robots.txt und entscheide
bewusst. Eine Anleitung steht unter
robots.txt und llms.txt richtig setzen.
9. Strukturierte Daten ergänzen
Organisation, Leistung, Angebot, FAQ. Diese vier Typen decken den Großteil der relevanten Fakten ab. Welche
Eigenschaften wirklich gelesen werden, steht unter
strukturierte Daten für GEO.
Vertrauen und Reichweite
10. Autor und Unternehmen sichtbar machen
Name, Rolle, Erfahrung, Kontaktdaten, Impressum. Anonyme Seiten haben es in Antwort-Systemen schwer, weil sich die
Herkunft einer Aussage nicht prüfen lässt.
11. Erwähnungen außerhalb der eigenen Seite aufbauen
Branchenverzeichnisse, Bewertungen, Fachbeiträge, Presse. Was mehrfach unabhängig bestätigt wird, wird eher zitiert.
12. Regelmäßig messen und nachschärfen
Leg dir 15 bis 20 typische Fragen zurecht und prüfe monatlich, ob du in den Antworten auftauchst. Die Methode
beschreiben wir unter GEO-Sichtbarkeit messen.
Realistischer Aufwand
Für ein mittelständisches Unternehmen mit acht bis zwölf relevanten Seiten rechnen wir mit rund 15 bis 25 Stunden für
die Punkte 1 bis 9, verteilt auf zwei bis drei Wochen. Die Punkte 10 bis 12 laufen dauerhaft mit. Wenn du das abgeben
willst: Die GEO-Sichtbarkeit ist bei uns ein Zusatzmodul, die Konditionen stehen in der
Paketübersicht.
Die Reihenfolge ist wichtiger als die Vollständigkeit
Viele Unternehmen starten bei Punkt 9, weil strukturierte Daten technisch greifbar wirken. Das ist der falsche
Einstieg. Ein perfekt ausgezeichnetes Angebot nützt nichts, wenn die Seite keine Frage beantwortet und der Crawler
ausgesperrt ist. Arbeite die Liste von oben nach unten ab, auch wenn die ersten Punkte nach Fleißarbeit aussehen.
Ein Praxisbeispiel aus einem Kundenprojekt
Ein Bauunternehmen aus Berlin, das wir betreuen, stand bei den ersten Messungen bei null Nennungen. Die Website war
optisch gut, inhaltlich aber reine Selbstbeschreibung: „langjährige Erfahrung“, „höchste Qualität“, keine Zahlen,
keine Preise, kein einziger Abschnitt, der eine konkrete Frage beantwortet.
Was wir geändert haben, war unspektakulär: Wir haben zwölf Fragen aus Kundengesprächen aufgenommen und jede davon
mit einem eigenen Abschnitt beantwortet, mit Zeitangaben, Projektgrößen und Einsatzgebiet. Dazu Referenzprojekte mit
Ort und Zeitraum. Nach vier Monaten tauchte der Betrieb bei Sachfragen zu seinem Spezialgebiet regelmäßig als Quelle
auf. Keine neue Website, kein neues Design, nur andere Texte.
Was du getrost weglassen kannst
- Keyword-Dichte. Sie war nie ein sinnvoller Maßstab und ist es im GEO erst recht nicht.
- Massenhafte Ortsseiten. Zwanzig fast identische Stadtteilseiten erzeugen Dubletten statt
Sichtbarkeit. - Automatisch erzeugte FAQ ohne Substanz. Fragen, die niemand stellt, werden auch nicht
aufgegriffen. - Werkzeuge mit Versprechen auf garantierte Nennungen. Garantien kann niemand geben, weil kein
Anbieter die Auswahl steuert.
Wie du die Liste im Team verteilst
Punkte 1 bis 5 gehören zu den Menschen, die mit Kunden sprechen, dort liegen die echten Fragen und die echten
Zahlen. Punkte 6 bis 9 sind Technik. Punkte 10 bis 12 liegen beim Marketing und laufen dauerhaft mit. Diese Aufteilung
verhindert den häufigsten Projektfehler: dass die Technik Texte schreibt, die niemand aus dem Verkauf gegengelesen
hat.
Häufige Fragen
Womit sollte ich bei GEO zuerst anfangen?
Mit den Fragen, die Kunden im Erstgespräch stellen. Jede dieser Fragen bekommt auf der Website einen eigenen Abschnitt mit Überschrift als Frage und einer Antwort in zwei bis vier Sätzen, die eine konkrete Zahl enthält.
Wie viele Seiten muss ich für GEO überarbeiten?
In der Regel reichen die fünf bis zehn Seiten, die deine Leistungen, Preise und häufigen Fragen abdecken. Ein kompletter Website-Umbau ist nicht nötig, um in Antwort-Suchen aufzutauchen.
Lohnt sich GEO auch für kleine Unternehmen?
Gerade für kleine Unternehmen. Antwort-Systeme bevorzugen Quellen, die eine konkrete Frage präzise beantworten. Ein spezialisierter Handwerksbetrieb kann dort gegen einen Konzern gewinnen, weil er die Detailfrage besser beantwortet.
Über den Autor: Levin Görsoy ist Gründer und CEO von
dato.marketing, einer Full-Service-Marketing-Agentur aus Berlin. Mit seinem Team hat er
über 46 Projekte produziert und mehr als 1 Million organische Views für Kundenkanäle aufgebaut. Mehr über seinen Werdegang
findest du im Lebenslauf von Levin Görsoy.
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